Auszeichnungen

800. Fledermaus-freundliches Haus in Hessen

NABU Hessen und Umweltministerin Lucia Puttrich zeichnen Kloster Eberbach aus

Dachraum des Hospitals

Übergabe der Auszeichnung an Orangerie

Umweltministerin Puttrich

NABU Hessen, Aktion "Fledermausfreundliches Haus"
Petra Gatz
Telefon: 06441 / 6790425, mobil: 01577 / 4153954
E-Mail: fledermaus@dont-want-spam.NABU-hessen.de

Presseinformation

Fledermausfreundliches Kloster Eberbach
NABU und Umweltministerin zeichnen Fledermausfreunde aus

Eltville. Am 27. August zeichneten der Landesvorsitzende des NABU Hessen, Gerhard Eppler, und die Hessische Umweltministerin Lucia Puttrich das Kloster Eberbach mit der Plakette und Urkunde „Fledermausfreundliches Haus“ aus.

Es freut uns, dass das Kloster Eberbach schon seit vielen Jahren im Fledermausschutz aktiv ist und den ‚Kobolden der Nacht‘ im Sommer Unterschlupf bietet“, erklärte Eppler. Puttrich hob die nachhaltige Wirkung des seit 7 Jahren gemeinsam vom NABU Hessen, dem Land Hessen und der Stiftung Hessischer Naturschutz durchgeführten Projektes hervor: „Ich finde es toll, dass wir mit dem Kloster Eberbach hessenweit nun das 800. Gebäude auszeichnen können. Mehr als die Hälfte der hessischen Fledermausarten ist auf Unterschlüpfe in Kirchen, Schlössern, Klöstern, Mühlen, aber auch ganz normalen Wohnhäusern angewiesen. Das unterstreicht die Bedeutung der Aktion.

Die Auszeichnung wurde von Martin Blach, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Kloster Eberbach entgegen genommen. Die Ehrung wird an Mitbürger und Institutionen verliehen, die Fledermäusen Quartiere an ihren Gebäuden anbieten und damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der faszinierenden Flugsäuger leisten.

Eppler und Puttrich würdigten den beispielhaften Einsatz des Klosters Eberbach für den Schutz der Fledertiere. Das Kloster beherbergt schon seit längerer Zeit Fledermäuse auf den geräumigen Dachböden verschiedener Gebäude. Bei Haus-Sanierungen in den letzten Jahren wurden alle bestehenden Hangplätze für die Fledermäuse erhalten und weitere Spalten-Quartiere auf den Dachböden eingerichtet.
Die Projektleiterin Petra Gatz hob hervor, dass bei den Renovierungen wie zuletzt am Hospital viel Rücksicht auf die „Kobolde der Nacht“ genommen worden sei: „Die unbehandelten sägerauen Bretter auf den Dachböden eignen sich ideal für Fledermäuse, um sich daran festzukrallen. Vor allem Zwergfledermäuse und das Große Mausohr nutzen die Dachräume als Sommerschlafplatz, um unbeschadet die helle Tageszeit zu überstehen“. Beeindruckend sei, dass schon kurz nach den Renovierungs-Arbeiten wieder frischer Fledermauskot auf den Dachböden gefunden werden konnte. „Die Fledermäuse fühlen sich im Kloster richtig wohl“, so Gatz.

Das Anbringen von Fledermaus-Quartieren sei auch bei Renovierungs-Arbeiten an Privathäusern problemlos durchführbar, warb die Projektleiterin für die Teilnahme an der Aktion ‚Fledermausfreundliches Haus‘. Nur wenige Maßnahmen reichten schon aus, um dem faszinierenden Flugsäuger zu helfen.

Hintergrundinformationen:

Mit der Aktion „Fledermausfreundliches Haus“ zeichnen der NABU, das Land Hessen und die Stiftung Hessischer Naturschutz Bürger und Einrichtungen aus, die sich für den Fledermausschutz einsetzen und an Ihren Gebäuden Quartiere für die Flugkünstler beherbergen.
Da sich die natürlichen Lebensbedingungen – z.B. das Vorhandensein von Baumhöhlen – in den letzten Jahrzehnten drastisch verschlechtert haben, sind die Fledertiere auf Quartiere im menschlichen Umfeld angewiesen. In den letzten Jahren wurden in Hessen schon 800 fledermausfreundliche Häuser ausgezeichnet.

Fledermäuse sind sehr angenehme Untermieter, machen keinen Lärm und richten keine Schäden an der Bausubstanz an. Lediglich kleine Hinterlassenschaften verraten ihre Anwesenheit am Haus. Diese gelten jedoch als hervorragender Pflanzendünger. Fledermäuse bringen Hausbesitzern einige Vorteile. Sie vertilgen z.B. bis zu 4.000 Insekten pro Nacht.

Der NABU ruft alle Fledermausfreunde und solche die es werden wollen, dazu auf, sich an der Aktion „Fledermausfreundliches Haus“ zu beteiligen und um die Auszeichnung zu bewerben. Neben der Plakette erhalten Hausbesitzer eine Urkunde und ein Fledermausfachbuch. Wer bereits Fledermäuse am Haus beherbergt, Fledermausquartiere kennt oder Rat zum Umgang mit ihnen sucht, kann sich an das „Fledermaus-Telefon“ beim NABU Hessen wenden.

Weiterführende Links:

> NABU, Aktion Fledermausfreundliches Haus

> NABU, Infos zu Fledermäusen


Für Rückfragen richten Sie an: Petra Gatz, NABU Hessen
Telefon: 06441 /6790425, Mobil: 01577 / 4153954
E-Mail: fledermaus@dont-want-spam.NABU-Hessen.de

 

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