Auszeichnungen

Auszeichnung für die Außenanlagen Kloster Eberbach

„Mit Sicherheit eine der schönsten Parkanlagen Deutschlands“

Bernard und Sattler Landschaftsarchitekten verantwortlich für vorbildliches Bauen in Hessen.

Aus der Hand des Hessischen Ministers der Finanzen, Herrn Dr. Thomas Schäfer, und der Präsidentin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, Frau Dipl.-Ing. Barbara Ettinger-Brinckmann, erhalten am Dienstag, 24. Mai 2011, die Berliner Landschaftsarchitekten Stefan Bernard und Philipp Sattler den Architekturpreis „Auszeichnung - Vorbildliche Bauten in Hessen 2011“.

Aus insgesamt 84 Arbeiten hatte die Jury am 31. März 2011 unter der Leitung von Prof. Ludwig Wappner insgesamt 15 Preisträger ermittelt, an deren Arbeiten 6 Mal eine „Auszeichnung“ und an weitere 9 Arbeiten eine „Besondere Anerkennung“ vergeben wurden. Die Außenanlagen des ehemaligen Zisterzienserklosters Eberbach im Rheingau erhalten damit eine herausragende Würdigung als „qualitätvolle Lösung für Tourismus, Freizeit und Erholung“, so die diesjährige Themenstellung der Auslobung.

Der Geschäftsführende Vorstand, Martin Blach, freut sich mit den Ausgezeichneten: „Es ist für das Architekturbüro ein großer Tag und eine besondere Würdigung, aber auch für die Stiftung als Eigentümerin der Anlage und das Rheingauer Juwel Kloster Eberbach. Zehntausende von Gästen in jedem Jahr genießen die Freianlagen – einer kleinen Insel der Ruhe und der Geschichte mitten im Rhein-Main-Gebiet. Wir sind dankbar und auch ein wenig stolz, dass nicht nur unsere Besucherinnen und Besucher unser Kloster schätzen, sondern auch eine so fachkundige Jury, dies offiziell bescheinigt. Mit Sicherheit ist Eberbach eine der schönsten Parkanlagen Deutschlands! Jeder Freund, jede Freundin der Natur, sollte sich unsere Freianlagen anschauen und sich persönlich überzeugen – alle sind uns herzlich willkommen!“

Schon im beschränkten Realisierungswettbewerb (2004) hatten sich Bernard und Sattler intensiv mit der Gedankenwelt der Zisterzienser beschäftigt und ihre Ideen für die 7,5 Hektar umfassenden Freiflächen einem strikten Schema unterworfen. Die Klarheit des zisterziensischen Weltbilds und die baugeschichtliche Bedeutung des Gebäudeensembles mündeten in den Leitspruch „Kultur inmitten von Natur“. Gerade das Fehlen größerer historischer Zeugnisse und Vorbilder erforderte ein überzeugendes und eigenständiges Konzept. So empfahlen Bernard und Sattler den Kernbereich um die Gebäude herum schlicht und formal zu gestalten, während der äußere Ring bis zur Klostermauer vielerlei Gestalt, locker begrünt und zurückhaltend „bewirtschaftet“ sein könnte. Ein planerisches Konzept, welches die Preisrichter zu überzeugen wusste.

Mit der aktuellen Auszeichnung bewertet die Jury den planerischen Ansatz nun auch im Zusammenhang mit der bisher nur in Teilen realisierten Umsetzung in begehbare Pflasterungen, stützende Mauern und Stufen, funktionsgerechte Möblierungen, prägende Rasenflächen, extensive Naturräume und strukturierende Begrünungen.

Die heute erlebbaren Freianlagen, vorrangig im Westen des Klosterareals, sind in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege durch die Stiftung Kloster Eberbach zur Ausführung gebracht worden (seit 2006). Einheitlichkeit, Schlichtheit, Selbstverständlichkeit haben sich verstärkt und stellen heute durch die ergänzende Reduzierung vorgefundener diffuser, gärtnerischer Elemente das Gebäudeensemble wieder in den Mittelpunkt.

Ausführliche Erläuterungen der Landschaftsarchitekten Bernard und Sattler zu den Planungsgrundlagen und -absichten liegen vor (3 Texte).

Ausgezeichnet werden gleichermaßen Bauherren und Architekten.

 

Mitglieder der Jury: Prof. Ludwig Wappner, Architekt und Stadtplaner, München; Prof. Ulrike Lauber, Architektin, München; Klaus-Dieter Aichele, Landschaftsarchitekt, Mainz; Sylvia Leydecker, Innenarchitektin, Köln; Tobias Schubotz, Gebäudemanagement Schleswig-Holstein, Geschäftsbereichsleiter Bundesbau, Kiel; Naomi Naegele, Redaktion Hauptsache Kultur, HR Fernsehen, Frankfurt am Main

Stiftung Kloster Eberbach

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