Veranstaltungen von A bis Z im Kloster Eberbach

Informieren Sie sich rechtzeitig über die zahlreichen und beliebten Veranstaltungen im Kloster Eberbach. Besondere Highlights sind die Kerzenführungen, die Vorführungen des Klassikers Der Name der Rose am Original-Drehort und die drei Lichtshow LUMOstory - Highlights der Geschichte. Daneben gehören sicherlich die Kinder-Veranstaltungen zum stark nachgefragten Angebot. In unserem Kalender finden Sie natürlich auch die Events des Weinguts und zudem die Veranstaltungen des Freundeskreises und der Academie Kloster Eberbach.

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Zwei sensationelle Funde des Freundeskreises Kloster Eberbach e.V. zur Eberbacher Klostergeschichte aus dem Kunsthandel bereichern das Museum

Michael Schnock aus Kiedrich (1654-1727)
Adolph II. Werner aus Salmünster (1711-1795)

Portrait des Eberbaches Abtes Michael Schnock aus Kiedrich (1654-1727)

• Kupferstich (Schabkunstblatt), Christoph Weigel d.Ä., Nürnberg
• Leihgabe Freundeskreis Kloster Eberbach e.V.


Der von 1702-1727 regierende Michael Schnock zählt zu den besonders herausragenden Klostervorstehern Eberbachs. Er hat massiv, doch einfühlsam und harmonisch in die architektonische Erscheinungsform des bis dahin noch ganz mittelalterlich geprägten Klosters, barock "modernisierend" eingegriffen: Um- und Ausgestaltung der Klosterkirche, Abbruch des romanischen Mönchsrefektoriums und seine Neuaufführung, Aufstockung des Laienbrüderhauses und Errichtung einer repräsentativen Abtsresidenz sowie Neuaufbau der durch den Dreißigjährigen Krieg daniederliegenden Bibliothek.
Die Wappenkartusche unterhalb des Abtsportraits zeigt zu Seiten des persönlichen Wappenbildes den geschachten Balken des Zisterzienserordens und den Eber als Namenssymbol der Abtei. Die Widmungsinschrift gibt den Familiennamen des Abtes fehlerhaft wieder (SCNOCK statt Schnock).
Zu und aus welchem Anlass der am rechten unteren Bildrand signierende Kupferstecher Christoph Weigel, dem Eberbacher Prälaten das vorliegende Schabkunstblatt "dedizierte" ist ungeklärt; es könnte sich jedoch um eine klösterliche Auftragsarbeit handeln.



Portrait des Eberbacher Abtes Adolph II. Werner
aus Salmünster (1711-1795)
 
• Kupferstich, Wilhelm Christian Rücker
• Typographisches Thesenblatt, Johann Joseph Alef
• Seidentuch, Mainz, datiert 1758 (Einzelstück)
• Leihgabe Freundeskreis Kloster Eberbach e.V.


Das 2014 aus dem Kunsthandel erworbene Tuch wurde anlässlich eines akademischen Prüfungsaktes an der Theologischen Fakultät Mainz im Frühjahr 1758 angefertigt. Auftraggeber war der Mainzer Theologiestudent Kaspar Peter Anzmann, Sohn eines Hoflakaien in der kurfürstlichen Residenzstadt. Ihm wurde die hohe Auszeichnung zuteil, unter der ausdrücklichen Schirmherrschaft (sub auspiciis) des Eberbacher Abtes öffentlich seine Thesen der spekulativen Theologie zu defendieren, um durch diesen Akt seinen ersten theologischen Titel - Baccalaureus biblicus - zu erlangen. Für den jungen Studenten Anzmann war die ehrenvolle Prüfungsschirmherrschaft und Anwesenheit des Abtes wohl ausschlaggebend für seinen weiteren Lebensweg: Er trat nach abgeschlossenem Studium 1760 in den Eberbacher Mönchskonvent ein und wirkte hier bis zu seinem Tod 1794.
Mit der Überreichung des so sinnreich bedruckten Seidentuches, das kunstvolle Abtsportrait mit dem Einladungsplakat der Prüfungsthesen verbindend, zeigte sich der Student auf eine sehr originelle und angemessene Weise der außergewöhnlichen Gnadenbezeigung des Eberbacher Prälaten erkenntlich.
Das Bildnis des Adressaten verweist in prächtiger Rokokorahmung im Hintergrund auf den schematisch wiedergegebenen Klosterkomplex, in der Sockelzone findet sich das Abtswappen mit der Widmungsinschrift und am linken Rand der grimmige Eber als Namenssymbol der Abtei. Er ist versehen mit dem Chronogramm CIsterCIVM aDoLphI (Zisterze Adolphs), das durch Addition der Großbuchstaben, fußend auf römischer Zahlenschreibweise, das Entstehungsjahr preisgibt.
Mit der Entdeckung des Kupferstichportraits ist eine weitere Darstellung des 45(!) Jahre regierenden vorletzten Abtes Adolph II. bekannt  geworden. Das einzig bisher bekannte Portrait ist das ebenfalls in diesem Ausstellungsraum gezeigte Repräsentativgemälde.
Literatur: Pelgen, Franz Stephan. Ein auf Seide gedrucktes Kupferstich- Porträt des Eberbacher Abtes Adolph II. Werner von 1758. In: Rheingau-Forum. Zeitschrift für Wein, Geschichte, Kultur 25, 2/2016, S. 6-14.

Führungen & Veranstaltungen

Die Basilika ist das Herzstück des Besucherrundgangs. Ihre Architektur mit romanischen und gotischen Einflüssen und ihre Akustik begeistern jedes Jahr… [Weiterlesen]

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Der Freundeskreis Kloster Eberbach e.V. lädt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kloster Eberbach zum Zisterzienser-Tag ins Kloster Eberbach ein. 15:00… [Weiterlesen]

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