Veröffentlichungen - Empfehlungen des Freundeskreises Kloster Eberbach e.V.

Forschen und Bewahren - die Kernaufgaben des Freundeskreises sind unerschöpflich. So werden stetig neue Erkenntnisse gewonnen und Antworten gesucht. Zur Klärung bisher ungewisser Zusammenhänge sichtet man vorhandene Unterlagen aufs Neue und sondiert andernorts aufgefundene Dokumente. Spannend und voller Überraschungen!

Regelmäßig erscheinen neue Forschungsergebnisse im Rahmen von Broschüren und Büchern. Der Freundeskreis Kloster Eberbach fördert deren Entstehung und empfiehlt diese Fachliteratur als einschlägige Standardwerke zur Ordensgeschichte und auch zur Ortsgeschichte Kloster Eberbach.

Neuerscheinung: Hospital und Bruderschaft

NEUERSCHEINUNG

Heinrich Meyer zu Ermgassen

Hospital und Bruderschaft

Gästewesen und Armenfürsorge des Zisterzienserklosters Eberbach

in Mittelalter und Neuzeit

Mit Edition des Eberbacher Bruderschaftsbuchs von 1403

2015. 364 S. mit 103 Abb., geb. € 36,—.

(Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau Bd. 86)

Einführungspreis bis 31.12.2015 € 28,—.

ISBN 978-3-930221-32-5

 

Gäste zu beherbergen und Fremde aufzunehmen war - trotz aller klösterlichen Abgeschiedenheit - ein Gebot der Benedikt-Regel und gehörte damit zu den täglichen Pflichten auch der Eberbacher Mönche. Anhand der überlieferten Schriftquellen vermittelt der vorliegende Text- und Bildband eine lebendige Vorstellung vom Alltagsleben im Kloster. Der einzigartige Bau der bis heute erhaltenen spätromanischen Eberbacher Hospitalhalle zeugt von dem hohen spirituellen Einsatz, mit dem hier Fürsorge als Christenpflicht ausgeübt wurde. An der Klosterpforte wurden Bedürftige mit Almosen und Reisende mit Proviant versorgt.

Vornehme Gäste fanden Aufnahme im Abtshaus oder im Gästehaus. Elende und Kranke wurden im Armenhospital betreut. Alle drei Einrichtungen verfügten über eigene Haushaltungen mit Küchen und Kellern und entsprechendem Dienstpersonal. Deutlich wird dabei auch die - nicht immer konfliktfreie - Rolle des Klosters als Arbeit- und Auftraggeber. Die Begegnungen mit Gästen vielerlei Art konnten durchaus „weltliche" Züge tragen. Personelle Beziehungen reichten über die Grenzen des Rheingaus hinaus: bis ins Elsaß, in die Schweiz, nach Bayern, Thüringen und Sachsen.

Kloster Eberbach erscheint auch als spiritueller Mittelpunkt der Region. Beim Armenhospital gab es zur geistlichen Versorgung einen Heilig-Geist-Altar und eine Kapelle. Seit 1403 widmete sich eine Laienbruderschaft der Pflege der Kranken und der Begleitung Sterbender. Die Mitglieder förderten so durch „Caritas" und „Memoria" auch ihr eigenes Seelenheil. Vom Wirken der Hospitalbruderschaft zeugt eine bisher kaum beachtete spätmittelalterliche Handschrift der Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain in Wiesbaden.

Sie wird im Anhang vollständig ediert und erweist sich als eine ergiebige Geschichtsquelle. Für die Zeit um 1500 bietet sie Informationen zur Landes- und Ortsgeschichte, zur Klostergeschichte, zur Sozial- und Familiengeschichte, zur Alltagsgeschichte wie auch zur Namenkunde. - Namenlisten der Vorsteher von Gästehaus und Hospital und zwei Indizes ergänzen die Publikation. Das großzügig bebilderte Buch wendet sich an alle, die sich für die Geschichte des Rheingauklosters interessieren oder die sich wissenschaftlich mit Zisterzienserforschung und Klostergeschichte beschäftigen.

Anschrift und Auslieferung: Historische Kommission für Nassau,

Mosbacher Straße 55, D-65187 Wiesbaden, Tel. 06111881-0, Fax 06111881-145

E-Mail: poststelle@hhstaw.hessen.de


Die historische Wasserführung im Kloster Eberbach

Die historische Wasserführung im Kloster Eberbach, Theiss Verlag, Thomas Liebert
Die historische Wasserführung im Kloster Eberbach, Theiss Verlag, Thomas Liebert

Thomas Liebert

Die historische Wasserführung
der Zisterzienserabtei Eberbach im Rheingau

Theiss Verlag, 2015, ISBN 978-3-8062-3194-6
14,90 €

Bodenfunde, Baubestand und Schriftquellen als Spiegel der Wasserbaukunst des Ordens

Herausgeber: Landesamt für Denkmalpflege Hessen
Autor: Thomas Liebert 

 

Im Rahmen der Generalsanierung des Klosters Eberbach ergab sich die seltene Gelegenheit zu umfangreichen archäologischen Untersuchungen in der ehemaligen Zisterzienserabtei. Angesichts der hierbei an verschiedensten Stellen vorgefundenen Reste der historischen Wasserführung des Klosters entschlossen sich das Landesamt für Denkmalpflege Hessen, das Hessische Baumanagement sowie die Stiftung Kloster Eberbach zu umfassenderen Untersuchungen der für die dauerhafte Existenz der Klosteranlage so wichtigen wasserbautechnischen Einrichtungen.

  • Wie wurde das Kloster mit Wasser versorgt und das vorhandene Wasser genutzt?
  • Von welchem Ort wurde das Wasser herangeführt?
  • Wie funktionierte die Abwasserentsorgung des Klosters?

Auf Basis der Schriftquellen, der Bodenfunde sowie des vorhandenen Baubestandes versucht der Autor, ein Bild der historischen Wasserführung, ihrer Bestandteile und ihres Alters zu entwerfen. Hierzu zählt nicht zuletzt das abgegangene Brunnenhaus im Kreuzgang, das in der Klosterarchitektur der Zisterzienser eine zentrale Rolle einnahm.


Grabmäler im Kloster Eberbach

Mit der Vorlage dieses von Dr. Yvonne Monsees verfassten Werkes wird in gewählt handlicher Form erstmals einer breiten Öffentlichkeit ein detaillierter Überblick über die nach vollendeter Restaurierung neu geordneten Totengedächtnismale in der Klosterkirche und im Kreuzgang geboten.

In wissenschaftlich anspruchsvoller und dennoch allgemein verständlicher Darstellung der einzelnen Grabplatten und ihrer Inschriften erschließt sich dem Leser ein phänomenales Spektrum äbtlich-geistlicher wie weltlicher Bestattungskultur im Kontext von Kloster-, Adels- und Geistesgeschichte.

Die durch großzügige Stiftungen an das hochgeschätzte Kloster zur Beisetzung angenommenen Angehörigen des Adels wie auch des frommen Bürgertums nutzten seit dem 14. Jahrhundert die Aufhebung des ursprünglich strengen Begräbnisverbotes in Zisterzienserkirchen, um sich dauerhaft des besonderen Fürbittgebetes der Mönche und damit ihrer „Memoria“ zu sichern.

Eine hohe Auszeichnung als begehrtes Mausoleum erreichte die Klosterkirche mit der Begräbnisverfügung dreier Mainzer Erzbischöfe und siebzehn Familienmitgliedern der mächtigen Grafen von Katzenelnbogen zugunsten Eberbachs. Von den über 140 archivalisch nachweisbaren Totengedächtnismalen, vornehmlich dem 14. und 15. Jahrhundert angehörend, sind nach massiver Zerstörung infolge der Klosteraufhebung 1803 noch 89 Grabplatten von schlichter bis zu höchst aufwändiger Gestaltungsqualität erhalten geblieben.

Trotz der Verluste findet diese immer noch erstaunliche Fülle der Grabzeugnisse im Kloster Eberbach weit über die Region hinaus nur noch eine Parallele im Mainzer Dom; vor allem ihre Inschriften stellen einzigartige historische Quellen dar. Einige der Eberbacher Figurenplatten reihen sich ein in die hervorragendsten Schöpfungen plastischer Grabmalskunst des Mittelalters. Der Band ist für 9,80 € entweder an der Klosterkasse oder über Herrn Riedel (06723/4433) erhältlich.


Das Zisterzienserkloster Eberbach an der Zeitenwende

Mit dem vorliegenden Band wird ein Eckstein in der Erforschung Eberbacher Geistes-, Kultur- und (Wein-)Wirtschaftsgeschichte an der Nahtstelle zwischen Mittelalter und Neuzeit gelegt, der seine Existenz der akribisch-buchhalterischen wie passioniert-mitteilsamen Schreibfreudigkeit des Abtes Martin Rifflinck verdankt. Kein anderer Abt und damit seine Ära, erst recht nicht im Hinblick auf das Mittelalter, ist in der Eberbacher Geschichtsdarstellung so dokumentarisch faßbar wie dieser Klostervorsteher und sein monastisches Panorama.

Den Höhepunkt des Bandes setzt die erstmalige Edition des äbtlichen Geschäftstagebuchs von einzigartigem Quellenwert, das nicht nur gelegentliche Notizen überliefert, sondern systematische Aufzeichnungen zu Vorgängen und Vorfällen inner- und außerhalb seines, wie Martin Rifflinck formuliert „berühmten und hochgeachteten Klosters Eberbach“.

824 Seiten

Preis: 49,90 Euro

ISBN 3-929135-53-1

Standardwerk mit 824 Seiten, 15 Beiträge von 10 Autoren, Band 120 der Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte im Selbstverlag der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte
Herausgegeben von Wolfgang Riedel, dem Vorsitzenden des Freundeskreises Kloster Eberbach e.V.

Bestellungen werden auch entgegengenommen beim Schatzmeister des Freundeskreises Herrn Hartmut Gläser, Heimatstraße 4, 65344 Eltville

Inhalt

• S.1 Heinrich Meyer zu Ermgassen: Wer schreibt, der bleibt – Martin Rifflinck, der Schreiber

• S.29 Otto Volk: Eberbach und Boppard. Das Kloster und die Heimat seines Abtes Martin Rifflinck

• S.49 Heinrich Meyer zu Ermgassen: Kloster und Welt. Außenbeziehungen Kloster Eberbachs zur Zeit des Abtes Martin Rifflinck (1498-1506)

• S.55 Peter Walter: Martin Rifflinck als Student in Heidelberg und sein universitäres Umfeld

• S.83 Nigel F. Palmer: Der bibliophile Martin Rifflinck und die Klosterbibliothek inseiner Zeit

• S.113 Andrea Gerster: Die Amtsführung des Abtes Martin Rifflinck im Spiegel seines Geschäftstagebuches ‚Variae Annotationes’.

• S.287 Hilmar Tilgner: Monastische Selbstdarstellung und reichsfürstlich-höfische Repräsentation. Das ‚Große Faß’ von 1485 in der Zisterzienserabtei Eberbach und seine Parallelen in Mitteleuropa bis 1700

• S.345 Susanne Kern: Jubilate Deo – Die Ausmalungen im Kloster Eberbach vor 1500 und anläßlich des Jubeljahres 1500

• S.367 Exkurs: Eine Muttergottesstatue und ihre Konsole in Kiedrich

• S.369 Hilmar Tilgner: Die Baugeschichte der Eberbacher Klausur um 1500. Aspekte der ‚Renovatio’ unter Abt Martin Rifflinck und das spätere Schicksal dieser Umgestaltung

• S. 407: Gabriele Hefele: ‚Grüßt einander mit dem heiligen Kuß’. Die Paxtafel des Abtes Martin Rifflinck aus der Zisterzienserabtei Eberbach

• S. 433: Yvonne Monsees: Verloren und wiedergefunden – Zur Grabplatte des Abtes Martin Rifflinck

• S. 449: Michael Oberweis: ‚Variae Annotationes’. Das Geschäftstagebuch Martin Rifflincks, Editorische Vorbemerkungen

• S. 460: Edition und Übersetzung

• S. 656: Register der Orts- und Personennamen

• S. 676: Heinrich Meyer zu Ermgassen: Quellenbeilagen. 1: Vectura vinorum

• S. 748: Index und Glossar zu der ‚Vectura vinorum’

• S. 771: Inventare

• S. 790: Index und Glossar zu den 6 Inventaren

• S. 808: Schiedspruch zwischen Kloster Eberbach und Johann Rifflin

Führungen & Veranstaltungen

Um 17 Uhr Live-Musik Swing & Dance mit Rick Cheyenne & Alex Winn - Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich Rick Cheyenne der Ausnahmemusik… [Weiterlesen]

Auch in diesem Jahr stehen die Rheingauer Schlemmerwochen vom 28.04. bis zum 07.05.2017 bei uns unter dem Motto „Musikalische Schlemmerwochen am Stein… [Weiterlesen]

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65346 Eltville am Rhein, Telefon: +49 (0) 6723 9178-100, Fax: +49 (0) 6723 9178-105, info@dont-want-spam.kloster-eberbach.de