Historie Kunst

Kunst und Kultur im Kloster Eberbach

Die auf Formenstrenge bedachte Orientierung der Zisterzienser äußerte sich zu Beginn der Ordensgeschichte in einem rigiden Verbot künstlerischer Ausstattungen und Ausschmückungen, insbesondere der Klosterkirchen. Dieser Verzicht sollte den Ablenkungen von der kontemplativen Einkehr und Zwiesprache mit dem Schöpfer vorbeugen.

In späteren Zeiten und mit zunehmender Aufweichung dieser puristischen Auffassung wurde die Abteikirche nach und nach mit einer reichen Ausstattung versehen, nicht zuletzt mit zahlreichen Altären, die häufig auf Stiftungen Adliger zurückgingen. Sämtliche spätmittelalterliche Altaraufbauten gingen im Dreißigjährigen Krieg verloren.

Bis zur Säkularisation war die Kirche erneut mit einer reichhaltigen Barockausstattung versehen, die ihrerseits nach der Klosteraufhebung 1803 an umliegende Kirchengemeinden vergeben wurde oder anderweitig verlorengegangen ist.

Dieses Schicksal erlitten auch nahezu alle sonstigen Ausstattungsgegenstände der Abtei, so dass die ehemalige Abtei heute fast sämtlicher mobiler Kunstzeugnisse aus zisterziensischer Zeit beraubt ist.
Eine Ausnahme bildet ein prachtvoller Schrank aus der Spätrenaissance, der das Eberbacher Wappen zeigt, sowie eine im 18. Jahrhundert entstandenen Portraitgalerie der Eberbacher Äbte.

Die mittelalterliche Ausstattung wird noch durch 83 in der Kirche und im Kreuzgang befindliche Grabplatten repräsentiert, von denen ein großer Teil nach umfassenden Restaurierungsarbeiten dort aufgestellt worden ist. Von herausragender Bedeutung ist insbesondere das Baldachingrab zweier Mainzer Erzbischöfe und Erzkanzler des Alten Reichs (Gerlach und Adolf II. von Nassau), das in dieser Form 1707 aus mittelalterlichen Bauteilen zusammengefügt wurde. Daneben sind insbesondere die Grabmäler im Querhaus und in den Südkapellen sehr eindrucksvoll.

Wenn heute - sieht man von der baulichen Anlage selbst ab - nur noch wenige Zeugnisse des künstlerischen Wirkens der Zisterzienser in Eberbach zu besichtigen sind, so darf dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Netzwerke der Klöster des Ordens über Jahrhunderte hinweg Kristallisationspunkte eines regen Kunst- und Kulturaustausches waren.

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