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Fest steht, dass eine vom Mainzer Erzbischof Sebastian von Heusenstamm veranlasste Überprüfung der Klosterfinanzen tiefgreifende Missstände aufdeckte. Daniel zog daraus die Konsequenz und legte sein Amt am 23. August 1565 nieder. Er zog sich auf ein Eberbacher Hofgut im Rheingau zurück, wo er sechs Jahre später, am 18. März 1571, an den Folgen eines Schlaganfalls starb – beinahe zeitgleich mit seinem Nachfolger.

Trotz seines Rückzugs wurde er in der Grablege der Äbte in Eberbach bestattet und erhielt eine klassische Abtsgrabplatte. Sein Wappen zeigt Hammer und Kelle – Werkzeuge, wie sie Maurer benutzten. Es könnte sich um ein redendes Wappen handeln, das auf eine in Bingen ansässige Familie Maurer verweist, doch ein sicherer Nachweis fehlt.

Quelle: DIO Deutsche Inschriften Online (43, Nr. 480), Akademie der Wissenschaften Mainz

Bild Grabmal: Michael Leukel

Die Grabinschrift lautet:

REVERE(N)D(VS) IN CHR(IST)O P(ATE)R AC D(OMI)N(VS) D(OMINVS) DANIEL / PI(N)GVE(N)SIS - HVI(VS) MONAST(ERII) - ABBAS 32: AN(N)O - 1565 - DIE - X - KAL(ENDAS) - SEPTEMB(RIS) : RESIGNAVIT - / POSTEA · AN(N)O - 71 - DIE - 15 - KAL(ENDAS) / APRIL(IS) OBIIT - CVIVS - ANIMA - REQVIESCAT - IN - PACE - AMEN

Der ehrwürdige Vater in Christo und Herr, Herr Daniel aus Bingen, 32. Abt dieses Klosters: Er resignierte im Jahre 1565 am 10. Tag vor den Kalenden des September (23. August). Später, im Jahre (15)71, am 15. Tag vor den Kalenden des April (18. März) starb er. Seine Seele ruhe in Frieden. Amen.

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