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Nach seinem Tod im Januar 1618 wurde zu seinen Ehren ein umfangreiches Trauergedicht verfasst – ein Zeichen der hohen Wertschätzung, die ihm über den Tod hinaus entgegengebracht wurde. Seine Grabplatte hingegen ist im Ton eher konventionell gehalten, weist jedoch eine stilistische Neuerung auf: Es handelt sich um die erste Eberbacher Grabplatte des 17. Jahrhunderts. Die barocke Ornamentik nimmt leicht zu, bleibt aber insgesamt zurückhaltend. Auffällig sind zwei Wappenschilde in den Zwickelflächen über der Abtsfigur. Das eine zeigt ein Kreuz mit den Initialen V M A (Valentin Molitor Abbas), das andere den Zisterzienserbalken vor einem Abtsstab – ein Hinweis auf das sogenannte Phantasiewappen des Heiligen Bernhard von Clairvaux. In ihrer Kombination stehen die Schilde für Molitors Person und sein Amt.

Quelle: DIO Deutsche Inschriften Online (43, Nr. 575), Akademie der Wissenschaften Mainz

Bild Grabmal: Michael Leukel

Die Grabinschrift lautet:

A(NN)O D(OMI)NI M D C XVIII XIIII KAL(ENDAS) FEB(RVARII) / OBŸT ADMODVM R(EVEREN)D(VS) IN CHR(IST)O PATER AC D(OMI)N(V)S D(OMINVS) VALENTIN(VS) DE RAVENTHAL HVI(VS) NO(MIN)IS / PRIM(VS) ABBAS EBIRBACENS(IS) VIGI[L/ANTI]SSIM(VS) NVMERO XXXV CVI(VS) ANIMA AETERNA FRVATVR REQVIE AMEN

Im Jahre des Herrn 1618, am 14. Tag vor den Kalenden des Februar (19. Januar) starb der ehrwürdigste Vater in Christo und Herr, Herr Valentin von Rauenthal, der erste dieses Namens, und überaus sorgsamer 35. Abt von Eberbach, dessen Seele die ewige Ruhe genießen möge. Amen.

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