Schon Adelheids Eltern, Anton von Schöneck und Adelheid Buches von Staden, hatten den St.-Agnes-Altar im südlichen Seitenschiff der Klosterkirche gestiftet. Dort wurde sie auch nach ihrem Tod im Jahr 1345 bestattet.
Die Inschrift ihrer Grabplatte erinnert stark an diejenige der Clara von Bechtolsheim, einer weiteren adeligen Wohltäterin, die 1351 starb. Beide wurden als „puella“ und „mater“ bezeichnet – und für Clara ist überliefert, dass sie als Begine lebte. Auch Adelheid könnte eine solche Begine gewesen sein: eine fromme, selbstständig lebende Frau außerhalb klösterlicher Regeln, aber in enger Verbindung zum Kloster.
Ein besonders bemerkenswertes Detail ist die Darstellung der Verstorbenen: Als Flachrelief zeigt sie eine verschleierte Frau in langem Gewand, mit einem Buch in der Hand – wohl die Bibel – und einer Geste der Andacht. Diese Kombination gilt in Eberbach als Ausdruck tiefer Frömmigkeit und findet sich nur noch bei einer weiteren Frauengrabplatte: der Katharina von Rüdesheim, ebenfalls Wohltäterin des Klosters. Beide Denkmäler wurden wahrscheinlich in derselben Werkstatt gefertigt.
Quelle: DIO Deutsche Inschriften Online (43, Nr. 61), Akademie der Wissenschaften Mainz
Bild Grabmal: Michael Leukel
Die Grabinschrift lautet:
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Es sind faszinierende Lebensgeschichten, die in Stein gemeißelt in Eberbach zu finden sind - und die nun mithilfe eines QR-Code-Projekts erzählt werden.