Lorenz aus Dornberg war der 26. Abt des Klosters und amtierte seit dem 4. Juni 1527. Er galt als engagierter Verwalter und setzte sich besonders für die wirtschaftliche Erneuerung Eberbachs ein. Im Januar 1535 starb er auf einer Reise ins Rheinland in Dormagen-Zons. Bestattet wurde er in der nahegelegenen Prämonstratenserabtei Knechtsteden.
Nur zehn Tage nach der Nachricht seines Todes wurde Wendelin aus Boppard zum 27. Abt gewählt. Doch auch er verstarb noch im selben Jahr, am 19. Oktober 1535. Daher entschied sich die Klostergemeinschaft, beide Geistlichen gemeinsam auf einer Grabplatte zu verewigen – ein Ausdruck der Ehrerbietung und Erinnerung an ein bewegtes Jahr der Klostergeschichte.
Quelle: DIO Deutsche Inschriften Online (43, Nr. 409), Akademie der Wissenschaften Mainz
Bild Grabmal: Michael Leukel
Die Grabinschrift lautet:
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Es sind faszinierende Lebensgeschichten, die in Stein gemeißelt in Eberbach zu finden sind - und die nun mithilfe eines QR-Code-Projekts erzählt werden.