Zum Hauptinhalt

Eberhard Kesselhut stammte aus einer im Ingelheimer Grund begüterten Familie. Er war Schultheiß und Schöffe in Niederingelheim und hatte dadurch eine bedeutende Rolle am Ingelheimer Reichsgericht. 1376, nur wenige Monate vor seinem Tod, huldigte er mit anderen Adligen dem neuen Pfalzgrafen bei Rhein als Herrn von Ingelheim. Als Stifter und Wohltäter hatte er Kloster Eberbach unterstützt, unter anderem durch die Ausstattung des Gregorsaltars. Auch sein Sohn setzte diese Wohltaten fort. Eine verwandte Person, der Rheingauer Vitztum Wilhelm Kesselhut, war ebenfalls im Kloster bestattet, seine Grabplatte ist jedoch verloren.

Quelle: DIO Deutsche Inschriften Online (43, Nr. 111), Akademie der Wissenschaften Mainz

Bild Grabmal: Michael Leukel

Die Grabinschrift lautet:

ANNO - D(OMI)NI - Mo - CCCo -/ LXXUI - XVIII - K(A)L(ENDA)S - DECEMBRIS - O(BIIT) - EBIRHAR/DVS - KESZELHOT - / ARMIG(ER) - CVI(VS) - A(N)I(M)A - REQVIESCAT - I(N) - PACE - AM(EN)

Im Jahre des Herrn 1376, am 18. Tag vor den Kalenden des Dezember (14. November), starb der Edelknecht Eberhard Kesselhut. Seine Seele ruhe in Frieden, Amen.

Weitere Grabmale

Detail eines kunstvoll gearbeiteten Grabmals mit Figur in liturgischem Gewand und Kreuz in Kloster Eberbach

Grabmale

Es sind faszinierende Lebensgeschichten, die in Stein gemeißelt in Eberbach zu finden sind - und die nun mithilfe eines QR-Code-Projekts erzählt werden.

Mehr erfahren