Zum Hauptinhalt

Geza war mit dem Ritter Friedrich Stahl von Biegen verheiratet, der bereits 1312 verstarb. Ihr Ehemann hatte dem Kloster testamentarisch Landbesitz in Igstadt übereignet und den Wunsch geäußert, dass er zusammen mit seiner Frau in der Klosterkirche beigesetzt wird. Diesem Wunsch wurde entsprochen und so fanden Geza und Friedrich ihre letzte Ruhe vor dem Elisabethaltar. Der gemeinsame Sohn Gottfried und dessen Frau Elisabeth wurden ebenfalls in Eberbach bestattet.

Die Inschrift auf Gezas Grabplatte ist teilweise erhalten und kopial überliefert. Der Begriff „Conthoralis“ ist besonders auffällig und zeigt die enge Verbindung des Ehepaars, die auch in der Grabinschrift ihres Sohnes und Schwiegertochter verwendet wird. Die Familie Stahl von Biegen war seit 1279 in Urkunden nachweisbar, aber verstarb Ende des 14. Jahrhunderts im Mannesstamm.

Quelle: DIO Deutsche Inschriften Online (43, Nr. 29), Akademie der Wissenschaften Mainz

Bild Grabmal: Michael Leukel

Die Grabinschrift lautet:

ANNO DOMINI M - CCC - XX - VI - IDUS ... OBIIT GEZA CONTHORALIS STRE]NNUI·- UIRI / - D(OMI)NI - FR[I]D[E]RICI MILITIS - DIC[TI] STA[IL]

Im Jahre des Herrn 1320, an dem 6. Tag vor den Iden (...) starb Geza, Ehefrau des tüchtigen Mannes, des Herrn Ritter Friedrich genannt Stahl.

Weitere Grabmale

Detail eines kunstvoll gearbeiteten Grabmals mit Figur in liturgischem Gewand und Kreuz in Kloster Eberbach

Grabmale

Es sind faszinierende Lebensgeschichten, die in Stein gemeißelt in Eberbach zu finden sind - und die nun mithilfe eines QR-Code-Projekts erzählt werden.

Mehr erfahren