Metza von Boppard
Foto: Julia Klöckner © Tobias Koch
Zwischen 1315 und 1333 traf sie zahlreiche testamentarische Verfügungen zugunsten des Klosters. Schon früh vermachte sie Eberbach Waldgüter, dann beinahe ihr gesamtes Vermögen – darunter Kleidung, Schmuck, Geschirr und besonders ihr Silberservice, das zu Kelchen für die Altäre umgearbeitet werden sollte. Auch das Armenhospital, die Beginengemeinschaft in Boppard und nahestehende Personen wurden bedacht. Ihre Schenkungen waren jedoch an klare Bedingungen geknüpft: Sollte man ihre Anordnungen nicht erfüllen, drohte sie mit Rücknahme.
Ihr letztes Testament von 1333 zeigt eine Frau mit Weitblick und starker Persönlichkeit. Sie plante ihr Begräbnis akribisch und stattete es großzügig aus – mit Speis und Trank für die Trauergäste sowie Geld für Kerzenwachs und Messen. Abt Wilhelm, der Mönch Friedrich von Langenau und ihr langjähriger Beichtvater, Prior Ensfried, wurden zur Umsetzung ihrer Wünsche verpflichtet.
Quelle: DIO Deutsche Inschriften Online (43, Nr. 50), Akademie der Wissenschaften Mainz
Bild Grabmal: Michael Leukel
Die Grabinschrift lautet: