Die Inschrift des Epitaphs ist zwar verloren, wurde aber von dem Mainzer Domvikar und Inschriftensammler Georg Helwich aufgezeichnet. Dort heißt es: „Im Jahre des Herrn 1511, an den Nonen des September (5. September), starb der umsichtige Mann Wigand Heinsberg, Frankfurter Bürger, Wohltäter dieses Klosters, dessen Seele glücklich in Frieden ruhe. Amen.“
Auf dem Brustlatz der Figur sind die Worte „O GOT“ noch gut erkennbar – ein schlichtes, eindringliches Bekenntnis.
Wigand war der älteste Sohn des Frankfurter Patriziers Karl von Heinsberg und der Guda von Heringen. Nachdem er sich 1502 mit einer nichtstandesgemäßen Frau verheiratet hatte, verließ er Frankfurt und wurde Bürger von Mainz. In Eberbach trat er durch eine bedeutende Geldstiftung in Erscheinung. Entsprechend wurde seine Jahrzeit im Eberbacher Seelbuch eingetragen und mit besonderem Zeremoniell im Chor der Klosterkirche gefeiert.
Quelle: DIO Deutsche Inschriften Online (43, Nr. 352), Akademie der Wissenschaften Mainz
Bild Grabmal: Michael Leukel
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