Hortus Ludi in Kloster Eberbach eröffnet

Wasser marsch und Kletterspaß im Spielgarten

 

Weiße Luftballons steigen in den Himmel über Kloster Eberbach. Kinderstimmen rufen fröhlich durcheinander. Laut plätschert Wasser aus der Pumpe, rinnt über die Mauer in den Sand. Und immer wieder erklingt ein wunderschöner Glockenschlag.

 

Start frei für die Erlebniswelt für alle Generationen

„So gerne wollten wir die Fertigstellung dieses tollen Ortes mit einem großen Fest feiern. Es ist immer ein ganz besonderer Augenblick, wenn man sich gemeinsam mit den Menschen, die ein Projekt möglich gemacht haben, freuen kann. Ohne unsere Spender*innen und Sponsor*innen wäre Hortus Ludi nicht möglich gewesen. Ebenso wenig ohne das wunderbare Team, das dieses Vorhaben erdacht, geplant und umgesetzt hat“, so Martin Blach, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kloster Eberbach.  „Gerne hätten wir uns bei allen persönlich in feierlichem Rahmen bedankt. Da aber aufgrund der andauernden Corona-Einschränkungen auch auf diesem Areal nur eine begrenzte Anzahl an Personen zulässig ist, haben wir uns schweren Herzens für eine offizielle Eröffnung im kleinsten Kreis entschieden. Denn die Sicherheit unserer Gäste hat immer oberste Priorität! Gleichzeitig freue ich mich aber schon jetzt auf die vielen zukünftigen Begegnungen mit allen, die sich für Hortus Ludi engagiert haben!“

Seit der Wiedereröffnung am 4. Mai gilt auf der Anlage ein Abstands- und Hygienekonzept zum Schutz und zur Sicherheit aller Gäste und Mitarbeitenden. Im Inneren des Klosters herrscht Maskenpflicht. Für Hortus Ludi ist die Personenzahl auf 30 Anwesende begrenzt.

Von der Idee zum Erlebnis – Hortus Ludi in Zahlen

Im Oktober 2019 begannen nach einer Zeit der Ideenfindung, Planung und Projektentwicklung die Arbeiten auf dem 1150 Quadratmeter großen, steil aufsteigenden Areal neben der Klosterschänke (wird bis Januar 2021 saniert), auf dem sich zuvor ein stark in die Jahre gekommener Spielplatz befunden hatte. 473 Kubikmeter Erde wurden bewegt, 60 Tonnen Schlammerde abgefahren, 150 Kubikmeter Muttererde hinzugefügt.

20 Tonnen Altmaterial mussten im Rahmen von Räum- und Abbrucharbeiten entsorgt werden. Um den Hang zu sichern, wurden 62,5 Tonnen Steine verbaut. Auf 44 Metern entstand eine Sitzmauer aus Sandsteinquadern. Ganz im Sinne der im Kloster gelebten und geförderten Nachhaltigkeit konnten u.a. 130 Quadratmeter Natursteinpflaster aus dem Bestand wiederverwendet werden. Begrünt wurde die Fläche mit 620 Stauden, 57 Sträuchern und 15 Bäumen.

Ein Projekt, das komplett durch Spenden finanziert wird

Von den Baukosten in Höhe von knapp 300.000 Euro sind bereits 220.000 Euro durch Privat- und Unternehmensspenden, Stiftungsförderungen und Sponsoring eingegangen. Claudia Kaschube, Leiterin Fundraising: „Auch ich möchte mich bei all jenen bedanken, die dieses Projekt ermöglicht haben. Vielen liegt es am Herzen, dass auch künftigen Generationen die Schönheit dieses Ortes vermittelt wird. Gerade in diesen Zeiten ist die Umsetzung unserer Vision ein echtes Zeichen der Hoffnung!“ Die Spendenkampagne geht weiter. „Jeder vermeintlich noch so kleine Beitrag zählt auf dem Weg, unser Spendenziel zu erreichen. Es ist weiterhin möglich, eine Patenschaft, z.B. für die Rutsche, eine Sitzbank, den Paradies- oder Panoramaweg, zu übernehmen.“

Wie fühlt es sich für den Architekten und den Ideengeber an, Hortus Ludi „in Betrieb“ zu sehen?

Matthias Schenk, Ideengeber und Macher von Schloss Freudenberg in Wiesbaden: „Schon beim Mitmachtag war spürbar, mit welcher Begeisterung Kinder diesen besonderen Ort entdecken. Hier ist nur wenig vorgegeben und die Besucher*innen können ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Dass es so schön werden würde, habe ich mir nicht träumen lassen! Kloster Eberbach ist um einen bunten Schatz reicher geworden.“

Norbert Schäfer, Architekt: „Ich freue mich sehr, heute anfassen zu können, was wir auf dem Papier entworfen und geplant haben. In diesem Projekt stecken viel Herzblut und Inspiration, das spürt man überall. Hortus Ludi ist wirklich einmalig: Jedes Spielgerät wurde eigens für diesen Ort angefertigt. Hier ist nichts von der Stange und alles nimmt Bezug zur jahrhundertelangen Geschichte des Klosters. Diese Bezüge zu entdecken, macht die Klostererlebniswelt für alle Generationen interessant.“

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