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Das Kloster

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bestimmt unsere Arbeit und unser Handeln.

Was tut Kloster Eberbach für die Nachhaltigkeit?

  • Wir verzichten - wo möglich - auf das Bedrucken von Papier.
  • Wir produzieren Werbematerial möglichst immer klimaneutral (climate partner).
  • Wir fördern langfristige Beziehungen zu regionalen Lieferanten.
  • Wir sorgen für Balance mit System: Unser Arbeitsalltag ist geprägt von Motivation und Verantwortungsbewusstsein.
  • Wir fokussieren Arbeitsschutz, Umwelt, Kundenservice.
  • Wir heizen die historischen Gebäude umsichtig, kosten- und umweltbewusst.
  • Wir reduzieren den Stromverbrauch durch sensorgesteuerte und zurückhaltend ausgeleuchtete Verkehrsflächen.
  • Wir nutzen in der gesamten Klosteranlage zu 100 % Ökostrom.
  • Wir setzen ökologische Düngemittel in unseren Beet- und Rasenflächen ein.
  • Wir nutzen umweltfreundliches Streugranulat für den Winterdienst.
  • Wir verzichten konsequent auf Pflanzenschutzgifte und setzen auf biologische Verfahren gegen tierische Schädlinge.
  • Wir gewähren nach Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln einen Rabatt von € 1,00 auf den Eintrittspreis für den Besucherrundgang durch die Klosterklausur.

Unsere Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte

Sichere Krötenwanderung liegt uns am Herzen.

Es ist ein Naturschauspiel, das sich jedes Frühjahr rund um die mittelalterlichen Mauern von Kloster Eberbach im Rheingau zeigt: Jahr für Jahr wandern zwischen 4000 und 6000 Erdkröten aus den umliegenden Wäldern an den Löschteich der ehemaligen Zisterzienserabtei, um dort zu laichen. Ein im Jahr 2008 angelegter Schutzzaun soll sie dabei sicher über Straßen und Parkplätze führen. Die Sanierung des Zauns wurde durch einen Gewinn der Umweltlotterie GENAU ermöglicht, für den sich jeder Umweltprojektträger in Hessen bewerben kann. Durch intensive Zusammenarbeit des NABU Naturschutzbund Deutschland e.V. und der Stiftung Kloster Eberbach wird alljährlich die Krötenwanderung erfolgreich begleitet. Vor allem nachts wandern sie und legen dabei Strecken von bis zu fünf Kilometern zurück. Vor den Klostermauern treffen so jede Nacht Hunderte von Tieren zusammen.

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Im Löschwasserteich an der Mauer vom Kloster Eberbach, wo die Kaulquappen schlüpfen, finden sie geeignete Lebens- und Wachstumsbedingungen vor und kehren immer wieder dorthin zurück. Damit sie sicher wandern können und sowohl behalten ihren Weg finden, wurden die Schutzmaßnahmen in den vergangenen Jahren weiter intensiviert. Mit stabilen Holz- und mobilen Amphibienschutzzäunen wird sichergestellt, dass viele der Kröten in die Tunnel unter dem Parkplatz geleitet werden und damit selbstständig den Weg finden. 3.500 bis 5.000 Kröten können ihren Laichplatz wohlbehalten erreichen. Nach dem Laichen werden die Tiere in das Waldgebiet hinter dem Eichberg geleitet, wo sie einen optimalen Lebensraum vorfinden.

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Ausgezeichnet Nachhaltig! Energiemanagement-System erfolgreich zertifiziert

Das Energiemanagement-System der Stiftung ist erfolgreich durch den unabhängigen Prüfer Quality Austria zertifiziert worden. Seit 2018 betreibt die Stiftung das Energiemanagement-System nach DIN ISO EN 50001. Diese Norm verpflichtet die Eigentümerin der Klosteranlage zum nachhaltigen und ressourcenschonenden Umgang mit Energie. Bereits vor der Zertifizierung war Eberbach Vorreiter und die erste denkmalgeschützte Liegenschaft, die ein effektives Energiemanagement-System implementiert hat.

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Kloster Eberbach für den "Lebensraum Kirchturm" ausgezeichnet

Die Stiftung Kloster Eberbach engagiert sich seit vielen Jahren für den Artenschutz. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat die Stiftung dafür mit der Plakette „Lebensraum Kirchturm“ ausgezeichnet. Kirchen erhalten diese Würdigung, wenn sie wichtigen Arten wie Turmfalken, Dohlen, Schleiereulen oder Fledermäusen einen neuen Lebensraum geben. Stiftungsmitarbeiter Ronny Weiß: „Ich freue mich sehr, dass unser Kulturdenkmal zugleich ein wertvoller Lebensraum für Mehlschwalben und Fledermäuse ist. Dass seit kurzer Zeit auch ein Falke bei uns lebt, macht uns besonders stolz. Turmfalken bevorzugen meistens hochgelegene Brutplätze – wie in unserem Fall den Turm der 900 Jahre alten Klosterkirche.“

Engagement für den Artenschutz
Die Stiftung Kloster Eberbach engagiert sich seit vielen Jahren für den Schwalbenschutz. Für diesen Einsatz zeichnete der Naturschutzbund Deutschland (NABU) die Stiftung mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ aus. Stiftungsmitarbeiter Ronny Weiß: „Denkmal- und Naturschutz stehen bei uns in einem natürlichen Spannungsverhältnis. Umso mehr freue ich mich, dass wir in Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege künstliche Nisthilfen zum Erhalt der Rauchschwalben montieren konnten.“ Inzwischen brüten die Vögel sowohl im Kreuzgang als auch im Kapitelsaal des Klosters. Mehlschwalben nisten schon seit mehreren Jahren in selbstgebauten Nestern unter dem Dach der Basilika.
Bundesweit gehen die Bestände beider Schwalbenarten seit Jahren zurück. Grund sind insbesondere fehlende Nistmöglichkeiten sowie ein mangelndes Nahrungsangebot.

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Wildbienen summen am Kloster Eberbach

Ohne die Biene gibt es weniger Ernte. Vor allem Wildbienen brauchen unseren Schutz: Mehr als die Hälfte der 561 Wildbienenarten in Deutschland sind in ihrem Bestand bedroht und stehen auf der Roten Liste.

Innerhalb des Kloster Eberbachs werden vielfältige Maßnahmen zum Schutz der Wildbienen umgesetzt: So befinden sich auf dem Gelände Magerwiesen, die nur einmal im Jahr gemäht werden, damit die Bienen möglichst lange Nahrung finden. Bereiche, in denen Arten im Boden brüten, werden geschützt und für Besucherinnen und Besucher abgesperrt. Die Baumstümpfe gefällter Bäume bleiben möglichst als Nahrungsquelle für die Bienen stehen. Ein erstes Insektenhotel wurde 2016 aufgestellt. Schmetterlingsflieder und Wildblumenmischungen wurden als Nahrungsquellen gepflanzt. Bei neuen Bäume wird gezielt darauf geachtet, heimische Laubbäume zu pflanzen, da Nadelbäume keine Nahrung für Bienen darstellen.

„Die beispielhaften Maßnahmen des Klosters zeigen, dass viel für den Schutz von Wildbienen getan werden kann. Ich wünsche mir, dass andere hessische Institutionen diesem Beispiel folgen und sich ebenfalls für den Schutz der Bestäuber und den Erhalt der Biodiversität einsetzen“, so Hessens Umweltministerin Priska Hinz.

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Schleichwege für die bedrohte Natter

Das in das Kisselbachtal eingebettete Kloster Eberbach endet nicht an den Klostermauern, sondern hält auch außerhalb einen hochaktiven, entdeckenswerten Naturraum bereit. Fledermäuse, Rauch- und Mehlschwalben, Wildbienen, Wasseramseln, Turmfalken und Kröten sind im Kloster und dem umgebenden Gelände heimisch. Doch was kaum jemand weiß: Auf dem von Wald, Wiesen und Wasser geprägten, 8.000 Quadratmeter großen Areal lebt auch die größte einheimische Schlangenart Deutschlands, die Äskulapnatter. Die bis zu 1,90 Meter lange, ungiftige Schlange trifft hier ideale Lebensbedingungen an.

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Damit dieser Naturraum auch in Zukunft erhalten bleibt, engagiert sich die klostereigene Stiftung bereits seit 1998 in enger Abstimmung mit dem Naturschutzbund für die Natter.

Zahlreiche Maßnahmen haben bereits dafür gesorgt, dass sich rund um das Kloster das bedeutendste Vorkommen dieser seltenen Reptilien in ganz Deutschland angesiedelt hat. Damit das so bleibt, hat Stiftung geeignete Spaliere an den teilweise schon sanierten Mauern angebracht, um der Natter eine unentdeckte und damit sichere Überquerung zu ermöglichen. Außerdem soll die Anlage großer Eiablageplätze auf dem Gelände den Weiterbestand der bedrohten Tierart sichern helfen.

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